Aus der Serie KOMPLEXE GARAGENKOMPLEXE von Christoph Busse

Komplexe
Garagen
komplexe

Diese Serie war der Auftakt zur Beschäftigung mit Phänomenen und Strukturen am Rande unserer alltäglichen Wahrnehmung. In Kombination mit dem Zufall finde ich Gemeinsamkeiten und Unterschiede und setze diese in den Kontext der Umgebung, um sie später zu typologischen Serien zu arrangieren.

In „Komplexe Garagenkomplexe“ finden sich spannungsvolle geometrische Kompositionen und Typologien, farbige Torwelten, die ihre Umgebung überraschend rhythmisieren. Ein Spiel mit Formen und Strukturen, mit Stadtlandschaft und Umland. Die Serie zeigt Spuren menschlichen Wirkens, von Schutzräumen mit sozialen Komponenten, von Gemeinschaft und Individualität. Aber auch des Verfalls, von viel Vergangenheit und etwas Gegenwart.

Garagenhöfe sind Teile einer „Gebrauchsarchitektur“ mit zum Teil sehr individuellen ästhetischen Ansätzen, sehr oft von den Erbauern unbewusst in Kauf genommen. Sie gibt es sehr oft in östlichen Hemisphären, aber genauso gut in allen anderen Himmelsrichtungen.

Die Serie beschäftigt sich auf einer Meta-Ebene auch mit den Folgen unserer individuellen Mobilität, sicher auch mit kleinbürgerlichen Elementen – und könnte zum Nachdenken anregen: Über unsere Mobilität und ihre Folgen, über die Wertigkeit von Autos gestern und heute und auch: Warum heutige Autos eigentlich gar nicht mehr hineinpassen, in meisten dieser Park-Anlagen aus der vergangenen Zeit…

256 Garagenkomplexe

Das Fotobuch

Ein dokumentarischer Blick von außen auf die bunte Vielfalt der Garagenhöfe, sogleich Auszug aus einer großen Sammlung. Und eine Liebeserklärung an die faszinierende Welt dieser Alltagsarchitekturen.
576 Seiten. Mit einem Vorwort von Uta Bretschneider und einem Essay von Simone Trieder. 

Es ist wirklich eine wunderbare (An)sammlung geworden. Und es sind ein paar absolute motivische Glücksgriffe dabei. sachen, die man sich in seiner kühnsten Fantasie nicht ausdenken könnte. Wirklich sehr sehr schön.
(ein fachkundiger leser der ersten Stunde)